FAQ

Frequently Asked Questions

1. Grundverständnis / Einordnung

1Was ist WissenLebtOnline (WLO)?
WissenLebtOnline (WLO) ist eine offene Bildungs- und Wissensinfrastruktur. Sie macht Bildungs- und Wissensinhalte auffindbar, vernetzt bestehende Angebote und schafft die Grundlage für deren nachhaltige Nutzung durch Menschen und KI-Anwendungen. Dafür verbindet WLO offene Standards, redaktionelle Qualitätssicherung, KI-gestützte Dienste und interoperable Schnittstellen. So entsteht eine gemeinsame Wissensbasis, die bestehende Bildungsangebote ergänzt, ihre Auffindbarkeit verbessert und Innovationen im Bildungsbereich unterstützt.
2Ist WLO ein Produkt, eine Plattform oder ein Ökosystem?
WLO vereint drei Perspektiven: Als Ökosystem verbindet WLO Community, Partner, offene Standards und technische Infrastruktur. Als Plattform bietet WLO Werkzeuge zur Erschließung, Qualitätssicherung und Bereitstellung von Bildungs- und Wissensinhalten. Als Produkt umfasst WLO einzelne Open-Source-Komponenten – etwa edu-sharing oder KI-Dienste –, die auch unabhängig voneinander eingesetzt werden können.
3Welche Rolle nimmt WLO im deutschen Bildungssystem ein?
WLO ergänzt bestehende Bildungsangebote, anstatt sie zu ersetzen. Die Infrastruktur verbindet Inhalte aus unterschiedlichen Quellen, verbessert ihre Auffindbarkeit und schafft gemeinsame Grundlagen für offene Standards, Zusammenarbeit und KI-Anwendungen. Gleichzeitig dient WLO als Entwicklungs- und Erprobungsumgebung für neue Bausteine digitaler Bildungsinfrastrukturen. Dadurch unterstützt WLO den Aufbau eines vernetzten und zukunftsfähigen Bildungsökosystems.
4Wie unterscheidet sich WLO von klassischen Bildungsplattformen?
Klassische Bildungsplattformen stellen meist eigene Inhalte oder Lernangebote bereit. WLO verfolgt einen anderen Ansatz: Die Infrastruktur verbindet bestehende Quellen, erschließt Inhalte, verbessert ihre Metadaten und macht sie über offene Schnittstellen, Suchfunktionen und KI-Dienste systemübergreifend nutzbar. Dadurch ergänzt WLO bestehende Plattformen und stärkt deren Möglichkeiten, anstatt mit ihnen zu konkurrieren.
5Warum wird eine solche Infrastruktur benötigt?
Bildungsinhalte liegen heute in zahlreichen voneinander getrennten Systemen vor. Dadurch sind sie oft schwer auffindbar, unterschiedlich beschrieben und nur eingeschränkt nachnutzbar. Gleichzeitig wächst der Bedarf an hochwertigen Wissensgrundlagen für KI-Anwendungen. WLO schafft dafür eine gemeinsame Infrastruktur. Inhalte werden strukturiert erschlossen, qualitätsgesichert und über offene Standards miteinander vernetzt. Das erleichtert ihre Auffindbarkeit, verbessert die Nachnutzung und schafft eine verlässliche Wissensbasis für Bildung, Forschung und KI.

2. Mehrwerte & Wirkung

1Welche Mehrwerte bietet WLO ?
WLO erleichtert das Auffinden, Erschließen und Nachnutzen von Bildungs- und Wissensinhalten. Gleichzeitig verbindet die Infrastruktur bestehende Plattformen, verbessert Metadaten und unterstützt redaktionelle Prozesse durch KI. Davon profitieren Bildungseinrichtungen, Plattformbetreiber, Fachredaktionen und Lernende gleichermaßen. Offene Standards und interoperable Schnittstellen reduzieren Doppelentwicklungen, erleichtern die Zusammenarbeit und schaffen hochwertige Wissensgrundlagen für moderne Bildungs- und KI-Anwendungen.
2Welche gesellschaftliche Wirkung wird angestrebt?
WLO stärkt offene und souveräne Bildungsinfrastrukturen. Bildungs- und Wissensinhalte werden leichter auffindbar, gemeinsam weiterentwickelt und dauerhaft nutzbar. Dadurch werden Wissenstransfer, lebenslanges Lernen und die Zusammenarbeit zwischen Bildung, Wissenschaft und Praxis gefördert. Gleichzeitig entstehen hochwertige Wissensgrundlagen für einen transparenten und verantwortungsvollen Einsatz von KI.
3Welche Rolle spielt KI?
KI unterstützt in WLO redaktionelle Prozesse – sie ersetzt jedoch keine fachlichen Entscheidungen. Sie hilft unter anderem bei der Metadatengenerierung, der Qualitätsprüfung, der Strukturierung großer Inhaltsbestände sowie der Erstellung von Themenübersichten. Dadurch können Fachredaktionen effizienter arbeiten und sich stärker auf die inhaltliche Qualität konzentrieren.
4Warum stärkt WLO die digitale Souveränität?
WLO stärkt die digitale Souveränität, weil Bildungsdaten, Software und KI-Dienste unabhängig von einzelnen kommerziellen Plattformen betrieben und weiterentwickelt werden können. Die Infrastruktur basiert auf Open Source, offenen Standards und interoperablen Schnittstellen. Dadurch behalten öffentliche Einrichtungen und Bildungsträger die Kontrolle über ihre Daten und können eigene Lösungen aufbauen oder bestehende Systeme flexibel erweitern.

3. Inhalte & Qualität

1Welche Inhalte umfasst WLO?
WLO umfasst ein breites Spektrum an Bildungs- und Wissensinhalten. Dazu gehören Lernmaterialien, Bildungsangebote, Veranstaltungen, Lernorte, Kompetenzmodelle sowie redaktionell aufbereitete Themen- und Fachportale. Ergänzt werden diese Inhalte durch strukturierte Metadaten, Sammlungen und weitere Wissensbestände, die eine bessere Auffindbarkeit, Vernetzung und Nachnutzung ermöglichen.
2Warum geht WLO über OER hinaus?
Offene Bildungsressourcen (OER) sind ein zentraler Bestandteil von WLO – für eine leistungsfähige Bildungsinfrastruktur reichen sie allein jedoch nicht aus. Damit Bildungsplattformen und KI-Anwendungen sinnvoll arbeiten können, müssen auch Bildungsangebote, Lernorte, Veranstaltungen, Kompetenzmodelle und weitere strukturierte Wissensbestände einbezogen werden. Erst das Zusammenspiel dieser Informationen ermöglicht ein vernetztes Bildungsökosystem.
3Wie wird die Qualität sichergestellt?
Die Qualität der Inhalte wird durch das Zusammenspiel von Fachredaktionen, Community und KI-gestützten Prüfverfahren sichergestellt. KI unterstützt beispielsweise bei der Prüfung von Metadaten, der Erkennung von Auffälligkeiten und der Strukturierung großer Inhaltsbestände. Die fachliche Bewertung und Freigabe verbleibt jedoch bei den verantwortlichen Redaktionen und Community-Akteuren. So verbindet WLO automatisierte Unterstützung mit menschlicher Qualitätskontrolle.
4Wie wird mit fehlerhaften oder veralteten Inhalten umgegangen?
Fehlerhafte oder veraltete Inhalte werden kontinuierlich überprüft und aktualisiert. Automatisierte Prüfungen helfen dabei, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Fachredaktionen und Community-Akteure können Inhalte anschließend korrigieren, ergänzen oder entfernen. So bleibt die Qualität der Wissensbestände langfristig erhalten.

4. Technik & Integration

1Wie ist WLO technisch aufgebaut?
WLO basiert auf einer modularen, offenen und skalierbaren Systemarchitektur. Die einzelnen Komponenten können flexibel miteinander kombiniert und an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Die Infrastruktur setzt auf Open Source, offene Schnittstellen und cloud-native Technologien. Dadurch lässt sich WLO sowohl als Gesamtlösung als auch in Form einzelner Dienste betreiben und kontinuierlich weiterentwickeln.
2Wie sorgt WLO für Interoperabilität?
Interoperabilität gehört zu den Grundprinzipien von WLO. Die Infrastruktur nutzt offene Standards und standardisierte Schnittstellen, damit Bildungsinhalte und Dienste systemübergreifend ausgetauscht und weiterverarbeitet werden können. Dadurch lassen sich bestehende Plattformen, Repositorien und Landeslösungen unkompliziert miteinander verbinden.
3Welche Standards unterstützt WLO?
WLO unterstützt etablierte Standards für Metadaten, Schnittstellen, Authentifizierung und Bildungsressourcen. Dazu gehören unter anderem LRMI, schema.org, OAuth, OpenID Connect sowie weitere nationale und internationale Standards. Dadurch können Inhalte und Dienste problemlos in bestehende Bildungs- und IT-Infrastrukturen integriert werden.
4Wie kann WLO in bestehende Landes- oder Bildungsinfrastrukturen integriert werden?
WLO ist darauf ausgelegt, bestehende Bildungs- und Landesinfrastrukturen zu ergänzen – nicht zu ersetzen. Über offene Schnittstellen und modulare Dienste lassen sich einzelne Funktionen oder komplette Komponenten flexibel integrieren. Dadurch können vorhandene Systeme schrittweise erweitert werden, ohne bestehende Prozesse grundlegend zu verändern.
5Ist WLO skalierbar?
Ja. WLO ist für den Einsatz in unterschiedlich großen Szenarien ausgelegt – von einzelnen Einrichtungen bis hin zu landesweiten Bildungsinfrastrukturen. Die modulare Architektur ermöglicht einen bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur. Neue Dienste und Komponenten können schrittweise ergänzt werden, ohne bestehende Systeme grundlegend anzupassen.

5. Community & Zusammenarbeit

1Wer kann bei WLO mitmachen?
WLO lebt von einer vielfältigen Community. Mitwirken können Einzelpersonen, Fachredaktionen, Bildungseinrichtungen, Hochschulen, Länder, Plattformbetreiber, Entwicklerinnen und Entwickler sowie weitere Organisationen aus Bildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Je nach Interesse reicht die Beteiligung vom Vorschlagen einzelner Inhalte über die Mitarbeit in Redaktionen bis hin zur Entwicklung neuer Dienste oder dem Aufbau gemeinsamer Bildungsinfrastrukturen.
2Wie arbeitet WLO mit Ländern und Partnern zusammen?
WLO arbeitet partnerschaftlich mit Ländern, Bildungseinrichtungen, Fachorganisationen und weiteren Akteuren zusammen. Ziel ist es, bestehende Angebote zu vernetzen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Offene Standards, modulare Dienste und gemeinsame Entwicklungsprozesse ermöglichen es, bestehende Infrastrukturen zu ergänzen und neue Lösungen gemeinsam zu gestalten.
3Wie unterstützt WLO neue Partner?
Neue Partner werden von Anfang an bei der Integration und Nutzung von WLO begleitet. Dazu gehören Beratung, technische Unterstützung, Workshops, Pilotprojekte sowie der Austausch mit der Community. Ziel ist es, neue Angebote möglichst einfach in bestehende Strukturen einzubinden und gemeinsam weiterzuentwickeln.

6. Organisation & Betrieb

1Wer betreibt WLO?
WLO wird gemeinsam vom edu-sharing.net e.V. und der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) betrieben und weiterentwickelt. Der edu-sharing.net e.V. verantwortet insbesondere die Weiterentwicklung der offenen Bildungsinfrastruktur, die Community-Arbeit sowie den fachlichen Austausch. Die GWDG bringt ihre langjährige Erfahrung im Betrieb sicherer und skalierbarer IT-Infrastrukturen ein. Gemeinsam verfolgen beide Organisationen das Ziel, eine offene, nachhaltige und gemeinwohlorientierte Bildungs- und Wissensinfrastruktur bereitzustellen.
2Wie ist die Governance organisiert?
WLO verfolgt ein mehrstufiges Governance-Modell, das technische Weiterentwicklung, fachliche Qualität und strategische Steuerung miteinander verbindet. Die technische Infrastruktur wird gemeinschaftlich weiterentwickelt. Fachredaktionen und Community-Akteure sichern die Qualität der Inhalte. Strategische Entscheidungen entstehen im Austausch mit Partnern aus Bildung, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung. Dieses Zusammenspiel sorgt für Transparenz, Offenheit und eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Infrastruktur.
3Wie wird Neutralität sichergestellt?
WLO verfolgt einen gemeinwohlorientierten und offenen Ansatz. Entscheidungen über die Weiterentwicklung der Infrastruktur und die Qualität der Inhalte orientieren sich an fachlichen Kriterien, offenen Standards und transparenten Prozessen – nicht an kommerziellen Interessen. Open Source, Interoperabilität und die aktive Beteiligung der Community schaffen zusätzliche Transparenz und ermöglichen eine nachvollziehbare Weiterentwicklung.
4Wie wird WLO finanziert?
WLO entsprang Ideen und Prototypen aus der 1. OER-Förderung der deutschen Bundesregierung. Hier wurde eine OER-förderliche Infrastruktur entworfen und unter dem Namen "JOINTLY" gemeinsam gebaut. In der Corona-Pandemie wurde die Infrastruktur zu WLO ausgebaut, um den Lehrenden in Schulen adhoc zu jedem Unterrichtsthema freie Lerninhalte bereitzustellen. Im Anschluss wurde diese OER-Infrastruktur im Rahmen der „Digitalen Vernetzungsinfrastruktur Bildung“ („Mein Bildungsraum“, ehem. nationale Bildungsplattform“) weiterentwickelt. Durch „Mein Bildungsraum“ wurden im Zeitraum von 2021 bis 2025 insgesamt 43 Forschungs- und Entwicklungsprojekte vom BMBFSFJ aus Mitteln der Europäische Union über den Deutschen Aufbau- und Resilienzplan (DARP) gefördert. Unser Ziel ist eine langfristig tragfähige Bildungsinfrastruktur, die durch öffentliche Kooperationen, Projektförderungen und strategische Partnerschaften kontinuierlich ausgebaut wird. Der offene Aufbau der Infrastruktur ermöglicht es zudem, dass neue Partner einzelne Komponenten übernehmen, weiterentwickeln oder in eigene Lösungen integrieren können.

7. Zukunft & strategische Einordnung

1Welche Rolle spielt WLO für zukünftige Bildungs-KI-Systeme?
WLO schafft die Grundlage für vertrauenswürdige KI-Anwendungen im Bildungsbereich. Durch strukturierte Metadaten, qualitätsgesicherte Wissensbestände und offene Standards entstehen hochwertige Daten, die sowohl Menschen als auch KI-Systemen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sorgt die offene Infrastruktur dafür, dass Bildungs-KI transparent, nachvollziehbar und unabhängig von einzelnen Anbietern entwickelt werden kann.
2Wie passt WLO zur Digitalstrategie Deutschlands?
WLO unterstützt zentrale Ziele der Digitalstrategien von Bund und Ländern – insbesondere digitale Souveränität, offene Standards, interoperable Bildungsinfrastrukturen und den verantwortungsvollen Einsatz von KI. Die Infrastruktur verbindet bestehende Angebote, fördert den Austausch zwischen unterschiedlichen Systemen und schafft gemeinsame Grundlagen für die digitale Transformation des Bildungsbereichs.
3Wie fügt sich WLO in die Datenraum-Initiativen ein?
WLO versteht sich als domänenspezifischer Bildungsdatenraum – im Zusammenspiel mit Datenräumen und Vernetzungsakteuren wie FWU, OERsi und weiteren Initiativen. Die Weiterentwicklungen, die im Rahmen von „Mein Bildungsraum“ gefördert wurden, adressieren insbesondere Skalierbarkeit von OER-Infrastrukturen, die Vernetzung von Daten zur Abbildung von Semantik und Lernpfaden, standardisierte Metadaten sowie den Datenaustausch über etablierte Formate und Schnittstellen.
4Wie unterscheidet sich WLO von kommerziellen Plattformen?
WLO verfolgt einen gemeinwohlorientierten Ansatz und keine kommerziellen Plattforminteressen. Die Infrastruktur basiert auf Open Source, offenen Standards und interoperablen Schnittstellen. Daten bleiben unter der Kontrolle der beteiligten Einrichtungen und können unabhängig weiterentwickelt werden. Ziel ist nicht die Bindung an eine einzelne Plattform, sondern die Vernetzung bestehender Bildungsangebote und die gemeinsame Weiterentwicklung einer offenen Bildungs- und Wissensinfrastruktur.
5Ergänzt oder ersetzt WLO bestehende Angebote.
WLO ergänzt bestehende Bildungsplattformen und Landeslösungen – es ersetzt sie nicht. Die Infrastruktur verbindet vorhandene Angebote, verbessert ihre Auffindbarkeit und erweitert sie um gemeinsame Standards, Metadaten, KI-gestützte Dienste und offene Schnittstellen. Dadurch können bestehende Systeme ihre Stärken behalten und gleichzeitig Teil eines vernetzten Bildungsökosystems werden. Die Zukunft digitaler Bildung entsteht nicht auf einer einzelnen Plattform, sondern im Zusammenspiel offener Infrastrukturen, gemeinsamer Standards und einer aktiven Community. Genau dafür steht WLO.

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1. WLO News und Mitmachangebote

Dieser Newsletter informiert über Neuigkeiten in Redaktions-Communities, Datenbestand und zu technischen Weiterentwicklungen der WLO-Infrastruktur. Außerdem erhaltet ihr Infos zu Mitmachangeboten und Transferveranstaltungen. 

2. Ideen-Wettbewerbe und Hackathons

Ihr habt oder sucht gute Ideen, wie Open Source Infrastrukturen für eine offenere, gerechtere Bildung verbessern können? Das Projekt HackathOERn sammelt sie. Gute Ideen werden zu Prototypen - die besten davon zu neuen Lösungsbausteinen. WLO integriert passende Lösungsbausteine in Redaktionssoftware und Service-Architektur.

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